HERKUNFT DES NAMENS

Der Name Santomè hat einen gleichermaßen interessanten und geschichtlichen Hintergrund.

Nachdem die Familie Spinazzè im Jahr 1999 das 30-Hektar Land in Roncade erworben hatte und beschloss, es als Weingut auszubauen, blieb nur noch die Wahl eines Namens. Und wie das viele bei einem neuen „Familienmitglied“ machen, bezog man hierbei die Herkunft, Vorfahren und die ein oder andere interessante Anekdote mit ein.

Nachdem die Familie die Vorbesitzer zu Rate gezogen hatte, erreichte sie am 13. August 1999 ein Telegramm aus Brasilien von jemandem, der seine Kindheit in eben jenen Räumen verbracht hatte, in denen sich das heutige B&B befindet: „Der Name sollte Santomè lauten, nach dem wissbegierigen Apostel Thomas, der sehen wollte, um zu glauben“. Unterschrieben war das Telegramm von einem gewissen Pater Gino Serafin, der genau 63 Jahre zuvor an jenem Ort in dieser Gegend geboren worden war, die er als die Heimat des guten Weines bezeichnete.

Die Familie Spinazzè fand den Vorschlag originell und gut nachvollziehbar für alle, die die Gegend und ihre Früchte, ihre Düfte und die Qualität ihrer Produkte gut kennen.

Pater Gino Serafin – Juli 2001

Das Logo

Unser farblich und stilistisch treffendes Firmenlogo, das man als Garantiesiegel für Qualität bezeichnen könnte, ist der auffälligste und charakteristischste Teil unserer Etiketten. Es zeigt den Apostel Thomas (San Tommaso/Santomè).

Mit seiner Geste scheint der Apostel etwas abmessen oder überprüfen zu wollen, was das perfekte Symbol für den modernen Geist unseres Unternehmens ist: wir schätzen die typischen Erfindungen des kreativen italienischen Nordostens und die authentische Qualität eines Produktes, dessen Wurzeln in der einfachen Bauernkultur liegen.

In der Kunst des Mittelalters und aus dem frühen 18. Jahrhundert wird der Apostel Thomas oft mit einem Winkelmaß in der Hand dargestellt. Hierbei handelt es sich um ein Messgerät für Architekten, was sich auf die Tatsache bezieht, dass er laut einiger apokrypher Evangelien mit dem Bau eines Palastes für den König Gundisar in Indien beauftragt worden war.
Auch seine Statue im Fürstenportal des Bamberger Doms (1230) in Bayern trägt ein Winkelmaß, weshalb er auch Patron der Architekten und Ingenieure ist.

Neben der zum Winkelmaß erhobenen Hand umfasst das Bild auf unseren Etiketten eine weitere symbolische Ebene: die Nase.

Im Italienischen gibt es ein Sprichwort, das sinngemäß besagt, „Ich bin wie der Apostel Thomas, ich glaube nichts, bevor ich es nicht mit eigenen Augen gesehen habe.“ Im Italienischen sieht er die Dinge jedoch nicht mit eigenen Augen, sondern steckt sprichwörtlich seine Nase hinein.

Unsere Kunden sollen unsere Produkte mit ihren Händen berühren und ertasten können, damit sie die Qualität, die Professionalität und die Präzision, mit denen sie hergestellt werden, selbst erfühlen können.

Payoff: „Passionate winemaking family“

Diese drei einfachen Worte sollen zusammenfassen, wofür wir stehen. Wir glauben, dass dieser Payoff der treffendste Ausdruck unserer Familie ist, die aus Liebe zu ihrer Arbeit und aus Leidenschaft für ihre Heimat nur deren Bestes zu verkörpern sucht.

Pater Gino Serafin

Seit 1971 arbeitet Pater Gino Serafin für das Projekt „Villaggio Treviso“ in Rio de Janeiro, das Kinder und Jugendliche aus den Favelas mit einer täglichen Mahlzeit versorgt und sie durch grundlegende Alphabetisierung auf den Besuch öffentlicher Schulen vorbereitet.

Auf seiner Website www.villaggiotreviso.it erfahren Sie mehr über das Projekt.

Das Projekt „Villaggio Treviso“ ist eine auf Solidarität beruhende Initiative, die es sich seit fast 20 Jahren zum Ziel gesetzt hat, dem Phänomen der „meninos de rua“, der Straßenkinder in Rio de Janeiro, vorzubeugen.

Das Projekt wurde anfänglich maßgeblich durch seinen Hauptinitiator Pater Gino Serafin geprägt, der als Missionar in Brasilien tätig war, sowie durch die Mithilfe zahlreicher Freiwilliger, die ihre Kompetenzen und ihre Hilfsbereitschaft in den Dienst des Projektes gestellt haben.

Die gemeinnützige Organisation unterstützt die Grundschule „Vila Paciencia“, die neben Kindern auch Jugendliche aufnimmt, um ihnen eine schulische Ausbildung zu ermöglichen.

Neben einer Vollzeit-Betreuungseinrichtung für Kleinkinder umfasst das Projekt die Nachmittagsbetreuung für Schüler der Grundschule und Mittelschule sowie berufsbildende Kurse (IT-Techniker, Elektriker, Schneider, Kosmetiker, Bäcker) für Jugendliche.

Ziel ist es, den Jugendlichen eine echte Chance auf Integration in die Gesellschaft, in der sie geboren und aufgewachsen sind, zu geben. Die Organisation „A.Vi.T“ (Associazione Villaggio Treviso) hat seit ihrer Gründung tausenden Kindern und Familien geholfen.